Samstag, 1. April 2017

Rezension: "Die Erwählten von Aranea Hall" von Susanne Gerdom (Ueberreuter Verlag)

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Die Erwählten von Aranea Hall
Susanne Gerdom
Ueberreuter Verlag
375 Seiten  
HardCover 16,95€ 

INHALT:
  
Als Liv plötzlich in ein Internat gesteckt wird, glaubt sie zunächst noch sich in einer Besserungsanstalt zu befinden. Doch schnell merkt sie, dass es sich um ein Elite - Internat für begabte Schüler handelt. Auch wenn sie noch nicht weiß, warum ausgerechnet sie hier ist, scheint sie sich recht schnell mit der Situation anzufreunden. Doch was hat es alles mit diesem abgeschotteten Internat auf sich? Warum läuft hier eine Doppelgängerin herum? Und wie hängt das alles mit dem Deckengemälde und sich bekämpfenden Orden zusammen? Liv versucht hinter das Geheimnis von Aranea Hall zu kommen und verwickelt sich dabei immer mehr in Intrigen und Machtkämpfe...

MEINE MEINUNG:

Als ich das Buch das erste Mal auf Amazon gesehen habe, ist es direkt auf meine Wunschliste gelandet. Der Klappentext hat eine spannende Geschichte über das Internatsleben versprochen, doch dies war dann doch eher nebensächlich.
Leider lag der Fokus auf das Geheimnis eines Deckengemäldes und zwei sich bekämpfende Orden. Dieses Thema hat sich enorm in die Länge gezogen, da kaum Fortschritte zu erkennen waren.

Zunächst hatte ich Probleme in die Geschichte hineinzukommen. Das Buch konnte mich leider nicht fesseln, da immer wieder Handlungsstränge aufgegriffen, dann aber nach kurzer Zeit wieder gefallen lassen worden sind. Dies spiegelte sich leider auch in dem Schreibstil wieder. Es gab immer viele kurze Abschnitte, welche die Geschichte sehr abgehackt wirken ließen. Dennoch lies sich das Buch durch die jugendliche Sprache relativ flüssig lesen.

Bis zum letzten Viertel des Buches kam leider überhaupt keine Spannung auf. Erst dann nahm die Geschichte einen richtigen Lauf und alles ging drunter und drüber. Diese Wendungen haben zwar dann doch noch etwas Spannung und Schwung in die Geschichte gebracht, aber leider war das dann zu viel auf einmal. Das Ende ist mir persönlich auch einfach zu verwirrend und fantasylastig gewesen. Schade war auch, dass die besonderen Gaben erst wirklich spät und unrealistisch thematisiert worden sind.
Bevor die Spannung im Buch aufkam, ist leider kaum etwas passiert. Auf irgendwelche Beschreibungen des Internatsalltags wurde leider nicht so viel Wert gelegt und generell hätte ich bis dahin nicht einmal wirklich sagen können, welches Thema das Buch überhaupt hat. Es konnte mich leider nie zum weiterlesen animieren und hat mich dementsprechend in eine kleine Leseflaute gestürzt.

Die Protagonistin Liv war mir zunächst etwas unsympathisch, dies hat sich im Laufe des Buches aber gelegt. Die kleine Liebesgeschichte fand ich auch ganz schön und hat nochmal etwas für Abwechslung gesorgt. Auch die anderen Charakter haben mir gut gefallen, da sie abwechslungsreich und mysteriös waren. Nie konnte man sich sicher sein, wem man trauen kann oder nicht.

Ich denke nicht, dass ich nochmal ein weiteres Buch der Autorin lesen werde, da es einfach zu viele Komponenten gab, welche mich nicht in ihrer Art und Weise überzeugen konnten.


FAZIT:

Leider ein Buch mit verschenktem Potenzial. Der Klappentext verspricht eine komplett andere Story...

Ich vergebe 2 von 5 Sternschnuppen!

* Vielen Dank an den Verlag, der mir das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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