Donnerstag, 27. Juli 2017

Rezension: "Kieselsommer" von Anika Beer (cbj Verlag)

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Kieselsommer
Anika Beer
cbj Verlag
318 Seiten  
Broschur 14,99

INHALT:
  
Die Vorfreude bei Ella und Tilda ist groß, als endlich die Sommerferien beginnen und sie zum ersten Mal alleine Urlaub machen wollen. Als sie am Spreewald ein eigenes kleines Häuschen beziehen scheint noch alles perfekt. Den ersten Abend verbringen die Mädchen im Wald und Ella fängt ein Glühwürmchen. Sie wünscht sich, dass bald ihre große Liebe zu ihr finden wird. Und dann passiert es auch schon. Am nächsten Tag steht Mats vor ihr. Sie verlieben sich ineinander, doch nicht alle wünschen Ella das große Glück. Ihre beste Freundin Tilda versinkt in der Eifersucht und versucht alles, damit Ella und sie endlich wieder alleine ihren Urlaub genießen können. Doch tun beste Freundinnen so etwas?

MEINE MEINUNG:

Ich habe mich so sehr auf eine schöne leichte Sommergeschichte gefreut. Doch was mich bei diesem Buch erwartete, war alles andere als eine schöne entspannende Sommerlektüre.

Leider musste ich mich durch dieses Buch wirklich durchquälen. Die Geschichte konnte mich überhaupt nicht fesseln und plätscherte nur so vor sich hin. Immer wieder habe ich gehofft, dass das Buch bald etwas mehr Fahrt aufnehmen würde und spannender wird. Aber das Buch zog sich einfach nur furchtbar in die Länge.

Des Weiteren mochte ich nicht, dass Mats am nächsten Tag urplötzlich auftauchte (nachdem Ella den Wunsch ausgesprochen hat) und es bei Ella und ihm direkt die ganz große Liebe des Lebens war. Instalove ist ja meistens schwer realistisch darzustellen, aber hier war es weder realistisch noch nachvollziehbar.

Auch die Protagonisten waren einfach nur nervtötend und naiv. Ella und Tilda sind 15 Jahre alt, Mats ist 17 Jahre alt. Doch leider verhalten sich sich wie im Kindergarten. Allein schon die Tatsache, dass Tilda das ganze Buch über versucht das Pärchen mit irgendwelchen Mitteln zu trennen war nicht nur extrem kindlich, sondern vermittelt auch keine vertretbaren Werte. Darüber hinaus konnte keine der Handlungs- oder gar Denkweisen der Protagonisten nachvollziehen.
Der Schreibstil war an dieser Stelle auch nicht besonders hilfreich. Ich bin zwar kein besonders großer Fan der Er-/Sie-/Es - Perspektive, aber wenn ich einmal drin bin, kann mich auch diese Art sehr überzeugen. Hier kam ich aber leider immer nur sehr stockend voran. Meiner Meinung nach wäre es besser gewesen, die Ich - Perspektive zu verwenden. Denn trotz der hier verwendeten Er - Perspektive, wurden immer die Perspektiven von Ella, Tilda und Mats gewechselt und das hat mich häufig ziemlich verwirrt.

Das Buch ist zwar ab 12 Jahren empfohlen, doch glaube ich nicht, dass es so junge Leute fesseln und am lesen halten kann. Wirklich schade, denn die Idee an sich finde ich überzeugend, aber bei der Umsetzung hapert es gewaltig


FAZIT:

Ein Buch, welches ich leider überhaupt nicht weiterempfehlen kann.

Ich vergebe 1,5 von 5 Sternschnuppen!

* Vielen Dank an den Verlag, der mir das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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